Reihenweise

Reihenweise – Unentwegt

Bernhard Maier

zur Ausstellungseröffnung REIHENWEISE – UNENTWEGT
22 Juni 2008

Markus Jäger erweitert in diesem Raum die Lesbarkeit einer seriellen Präsentation. Die bildhafte
Hängung betont den optischen Eindruck, lässt neue Konstellationen entstehen, indem das Nachei-
nander mit einem Neben- und Übereinander verbunden wird. Ähnlich einem gewagten Kreuzwort-
rätsel werden verschiedene Leserichtungen möglich und bieten durch die Struktur der Hängung und
Bildkontraste eine Leseweise der Sprünge, Unterbrechungen und Verknüpfungen. Und raumbezo-
gen gewinnen die Arbeiten Wirksamkeit aus einem Widerstreit zwischen Nähe und Ferne, zwischen
den Teilen und dem Ganzen. Das mag dem Werkkonzept des Künstlers nur entsprechen, dessen
Arbeiten sich -unentwegt- zwischen den Koordinaten Einzelteil und Ganzes/Horizontal Vertikal/
Fotografie und Malerei, Abbild und Neuschöpfung bewegen. …
Mit dem Ausgangspunkt Porträt/Selbstporträt wird in einem relativ aufwendigen Prozess, technisch
wie zeitlich, werden im Ergebnis dem Betrachter Anhaltspunkte geboten, die aber umgehend wieder
verloren gehen können. Mit den Mitteln der Fotografie, Computergrafik und Malerei werden
Reihen innerhalb Reihen zu Schichten bis hin zu buchartigen Objekten aufgebaut und der Arbeits-
bzw. malerische Denkprozess sichtbar. Und doch entzieht uns der Künstler im selben Moment
wieder den Überblick.

Fragen nach Detail und Komplex, Nähe und Distanz, Sehen und Wahrnehmung, ja nach Einzelnem
und Masse bleiben im Raum zurück.

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