Erdbewohner Nr. 7 Milliarden

Nach einem Bild des Malers Wolfgang Henning,
“7 Milliardster,190 Millionster,182 Tausendster,212 ter Erdenbürger”, 2014
Auszug Briefwechsel:

“… Wenn man „Selbstportrait“ so versteht, dass alle Bilder die ein Künstler in seinem Leben hervorbringt, sich wie Mosaiksteinchen zu einem Selbstportrait fügen, dann ist auch diese Arbeit von mir so ein Mosaiksteinchen. Interessant für mich bei der Veränderung, bzw. Interpretation durch dich ist einerseits eine Wiedererkennbarkeit des „Erdenbürgers….“, andererseits eine Bildfindung die Eigenständigkeit und Original in für mich gelungener Weise verbindet.

Mein „7 Milliardster,190 Millionster,182 Tausendster,212 ter Erdenbürger“ (vom Juli 2014) verwandelt sich darin in eine Leichtigkeit, scheint sich auflösen zu wollen hinein in merkwürdig atmosphärische Räumlichkeiten. Einem direkten Zugriff des Betrachters will er sich offenbar entziehen. Gerne würde ich selbst etwas von dieser Leichtigkeit haben. Doch wie gelangt ein „schwerblütiger Tausendfüßler“ über Farbbrücken und  Liniengespinste in die gefühlte Schwerelosigkeit dieses Bildes. Bin ich das?-  jetzt, 4 Jahre nachdem ich das Bild gemacht habe – und welchen Weg der Auflösung gehe ich in der Interpretation ? „Ein Bild von Dir verfremdet um ein Portrait von Dir zu machen…“ schreibst Du in Deiner Mail, lieber Markus.

Was Du aus meinem einst gemacht hast wäre bestens geeignet für eine Jetzt-Grafik (altertümlich, ich weiß)- auch wenns die Galeristen „Flachware“ nennen, so brauchts doch keine zu sein, wie man sieht – in diesem Sinne – herzliche Grüße Wolfgang

Rechte Seite:
Wolfgang Henning, Erdbewohner Nr. 7 Milliarden190Millionen182Tausend212, Juli 2014, Ölfarben und Wachskreide auf Karton, 32 x 25 cm
Galerie Knecht und Burster
Linke Seite:
M. Jäger, Portrait WH, 2018

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